Warum wir KEINE Fleischfresser sind – 13 Unterschiede

Vor kurzem habe ich in zwei verschiedenen Büchern von wichtigen Unterschieden gelesen, die uns Menschen ganz klar von fleischfressenden Raubtieren abgrenzen.

Ich persönlich finde das sehr eindrucksvoll und möchte gerne auch meinen Beitrag dazu leisten, dieses Wissen zu verbreiten, damit in Zukunft viele weitere Menschen von einer fleischfreien Ernährung profitieren.

Das erste und wichtigere Buch als Quelle für diesen Beitrag ist ’Grün Essen’ von Dr. Joachim Mutter und das zweite ’Wir fressen uns zu Tode’ von Galina Schatalova.

13 Unterschiede zwischen Menschen und echten Fleischfressern

  • Zähne

Fleischfresser besitzen ausschließlich lange, scharfe und spitze Zähne. Der Mensch sowie andere Pflanzenfresser haben stumpfe Backenzähne, mit denen sie ihre Nahrung zermahlen und zerquetschen können.

  • Kiefer

Die Kiefer von Fleischfressern sind lediglich dazu in der Lage, sich auf- und abwärts zu bewegen. Pflanzenfresser dagegen können auch Seitwärtsbewegungen durchführen.

  • Speichel

Fleischfresser haben einen säurehaltigen Speichel, der sich ideal zum Aufspalten von tierischem Eiweiß eignet. Die Enzyme Amylase und Ptyalin, die es zum Spalten von Kohlenhydraten braucht, besitzt er im Gegensatz zum Menschen nicht.

Unser Speichel sowie der von Pflanzenfressern ist darüber hinaus alkalisch bzw. basisch. Dieses Milieu schützt unsere Zähne vor Karies und Zahnfleischerkrankungen, da es die Zahnsubstanz remineralisiert. Aus diesem Grund ist es auch so enorm wichtig, bereits in der Mundhöhle auf einen gesunden Säure-Basen-Haushalt zu achten.

  • Magen

Der Magen eines Fleischfressers ist ein einfacher, runder Sack mit glatter Oberflächenstruktur, der zehnmal mehr Salzsäure zum Aufspalten des tierischen Eiweißes produziert als der von Menschen und Pflanzenfressern. Ihre Mägen haben eine längliche Form, sind kompliziert gefurcht und produzieren weitaus weniger Salzsäure.

  • Darm

Fleischfresser besitzen verhältnismäßig kurze Därme, die eine schnelle Verarbeitung und Ausscheidung der rasch in Fäulnis übergehenden Fleischnahrung gewährleisten, da Fäulnisgifte eine Gefahr für die Gesundheit eines jeden Lebewesens darstellen. Ihr Darm ist etwa dreimal so lang wie ihr Körper.

Im Gegensatz dazu ist unser Darmsystem sowie das von Menschenaffen etwa zwölfmal so lang wie der Körper. Diese Struktur sorgt dafür, dass die Nahrung möglichst lange im Körper verbleibt und optimal ausgenutzt und verwertet werden kann. Fleischkonsum birgt dadurch jedoch die große Gefahr der Bildung von Fäulnisgiften!

  • Leber

Die Leber von Fleischfressern ist im Gegensatz zu der Leber von uns Menschen und Pflanzenfressen dazu in der Lage, das zehn- bis fünfzehnfache an Harnsäure zu entgiften. Das brauchen sie auch, da insbesondere Fleisch und innere Organe sehr viel Harnsäure (Endprodukt des Purinstoffwechsels) enthalten. Bis auf wenige Ausnahmen wie Getreide, Kaffee und Kakao enthalten Pflanzen dagegen praktisch keine Harnsäure.

Darüber hinaus besitzen Fleischfresser das Enzym Uricase, das die Harnsäure weiter verstoffwechseln kann. Wir Menschen haben dieses nicht, weshalb durch eine fleischreiche Ernährung die Harnsäurewerte ansteigen und Gicht oft eine der Folgen ist.

  • Schweiß

Fleischfresser können Schweiß nicht über die Haut absondern, da sie keine Hautporen besitzen. Überschüssige Körperwärme wird meist durch Hecheln über die Zunge abgegeben. Menschen und Pflanzenfresser dagegen haben Schweißporen und schwitzen über ihre Haut.

  • Urin

Der Urin eines Fleischfressers ist immer sauer, egal zu welcher Tageszeit. Außer morgens haben Menschen und Pflanzenfresser dagegen eigentlich einen alkalischen bzw. basischen Urin. Durch die zunehmende Übersäuerung vieler zivilisierter Menschen haben diese jedoch oftmals den sauren Urin eines Fleischfressers.

  • Zunge

Fleischfresser haben meist eine sehr raue Zunge mit der sie Fleischfasern und Sehnen von Knochen und Knorpeln abschaben können. Die Zungen von Menschen und Pflanzenfressern sind vergleichsweise glatt.

  • Hände

Fleischfresser haben Klauen und Krallen mit denen sie Tiere erlegen und reißen können. Mit unseren Händen vermögen wir das nicht zu tun.

  • Vitamin C

Da Fleisch nur in geringem, jedoch nicht ausreichendem Maß Vitamin C enthält, müssen Fleischfresser dazu in der Lage sein, es selbst zu produzieren und genau das sind sie auch. Der menschliche Körper dagegen kann das nicht. Das liegt daran, dass wir in unserer Entwicklungsgeschichte immer frische pflanzliche Kost gegessen haben, die im rohen Zustand ein Übermaß dieses Vitamins enthält.

  • Anatomie unseres Verdauungstraktes

Sowohl der pH-Wert als auch die Zusammensetzung unserer Verdauungssekrete ähneln am meisten denen der pflanzenfressenden Menschenaffen. Genau das ist es, was auch die Mutter der Grünen Smoothies Victoria Boutenko bei ihren Forschungen unsere optimale Ernährung betreffend rausgefunden hat. Ein Gorilla z.B. isst zu etwa 80% Grünfutter wie Blätter, Knospen, Stängel und zu etwa 20% Früchte, Nüsse, Samen, Wurzeln sowie mitgegessene Insekten.

  • Fleischwahl

Fleischfresser fressen immer zuerst die Innereien und den überwiegenden Teil des Muskelfleischs überlassen sie eher den Aasfressern.

’Wir fressen uns zu Tode’

An dieser Stelle möchte ich passenderweise gerne auch noch Galina Schatalova aus ihrem Buch ’Wir fressen uns zu Tode’ zitieren:

Schauen wir uns die Fähigkeit des Menschen, in seiner Nahrung Fleisch zu verwenden, genauer an. Zunächst muss man sich fragen, was man eigentlich Fleisch nennen kann und was nicht. Das Raubtier ernährt sich vom Fleisch von Tieren, welche alle Eigenschaften des Lebenden bewahrt haben, u.a. auch die Fähigkeit zur Selbstverdauung.

Der Mensch dagegen konsumiert nicht Fleisch im Sinne des Wortes, sondern eine leblose Kombination aus Eiweißen und Fetten, welche durch thermische und kulinarische Bearbeitung gewonnen wurden. Nebenbei bemerkt, hat er die Fähigkeit, das Fleisch anderer zu verwenden, erst erworben, seitdem er das Feuer beherrscht.

-> Obwohl der Mensch seit mehreren hunderttausend Jahren Fleisch isst, haben wir kein einziges anatomisches oder physiologisches Merkmal eines Raubtieres erworben.

Autolyse = Selbstverdauung

Dieses Stichwort ist insofern wichtig, als dass wir Menschen Fleisch überwiegend in irgendeiner bearbeiteten und erhitzten Form zu uns nehmen und nicht roh, wie es die Fleischfresser tun. Die Autolyse ist jedoch ein Phänomen der belebten Natur.

-> Autolyse bedeutet, dass körpereigene Enzyme körpereigenes Eiweiß abbauen.

Im Magensaft von ’Konsumenten’ befindet sich lediglich ein Teil der Enzyme, die sie zur Verdauung des Gegessenen benötigen. Der andere Teil findet sich im Gewebe des ’Opfers’, welches ein Tier oder eine Pflanze sein kann. Der Magensaft setzt sozusagen nur den Mechanismus der Selbstverdauung in Gang. Dabei beginnen überall im Gewebe und in allen Zellen des ’Opfers’ Aufspaltungsprozesse.

-> Für eine optimale Verdauung und Verwertung unserer Nahrung ist die Autolyse demnach ein unerlässlicher Bestandteil.

Thermische Bearbeitung unserer Nahrung sollte also generell reduziert werden, da nur die Gewebe vollständig aufgespalten werden, die ihre natürlichen Eigenschaften bewahrt haben.

Peacefood

Abgesehen von diesen einleuchtenden Tatsachen spielt natürlich die ethische Komponente unseren Mitlebewesen gegenüber eine bedeutsame Rolle. Das Leid, was Millionen von Tieren tagtäglich zugefügt wird, damit wir Menschen zu jeder Zeit und im Übermaß unsere Gelüste und Süchte befriedigen können, ist definitiv nicht mehr tragbar.

CO2 Fußabdruck

Durch die Reduzierung des Fleischkonsums leisten wir zudem einen enormen Beitrag für die Umwelt, da bei der immensen Fleischproduktion riesige Massen an CO2 anfallen. Durch eine artgerechte, pflanzenbasierte und vollwertige Kost können diese jedoch auf ein Minimum reduziert werden.

Dein Beitrag

Ich möchte wirklich niemanden aufgrund irgendwelcher Gewohnheiten, die er oder sie pflegt, anprangern. Ich denke aber, dass die oben genannten Tatsachen doch dafür sprechen, den eigenen Fleischkonsum zu überdenken und ihn im besten Fall auf ein Minimum zu reduzieren. Sowohl zum eigenen Wohl als auch zu dem der vielen Tiere in Massenzucht, die ebenso wie wir ein artgerechtes Leben verdient haben.


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